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Mosterei in Reinbek bei Hamburg

Marianne und Wilfried Marquardt
21465 Reinbek, Hermann-Körner-Strasse 15, Tel.: 040 / 722 18 98
E-Mail: Reinbeker@Hobbymosterei.de

 

F&A-Verschiedenes

 

Inhalt dieser Seite

  1. Grundausstattung für Einsteiger (11.09.2000)
  2. Schriftwechsel zum fehlenden Versandhandel (29.08.2003)
  3. Tresterverwertung (02.01.2005)
  4. Start mit Anspruch (30.12.2006)
  5. Rechtliche Ausrichtung einer Hobbymosterei (14.08.2007)
  6. Wissensdurst Mosterei (04.09.2007)
  7. Businessplan für eine Mosterei (02.04.2008)
  8. Verfasser unbekannt (19.04.2008)
  9. Mosterei für einen Bauernhof (04.10.2008)
  10. Urheberrecht (09.03.2009)
  11. Mosterei für einen Obst-Erlebnis-Garten (02.04.2009
  12. Ausstattung einer Nebenerwerbsmosterei (18.09.2009)
  13. Mosterei als Architekturentwurf (24.11.2009)


Grundausstattung für Einsteiger

Frage
Ich würde gern aus den Äpfeln aus unserem Garten Apfelsaft für den Winter herstellen. Was brauche ich dazu alles?
Zuerst müssen die Äpfel mit einer Obstmühle zerkleinert werden. Aus den geschredderten Äpfeln wird dann mit einer Obstpresse der Saft gewonnen - kommt man eigentlich auch ohne die Obstmühle aus und was sind die Nachteile dabei?
Wie geht es dann weiter? Am besten wäre es, den Saft in Flaschen lagern zu können. Brauche ich dazu eine spezielle Vorrichtung zum Verschließen der Flaschen?

Antwort von Wilfried Marquardt am 11.09.2000
Würde ich die Äpfel unzerkleinert in die Presse geben, würde die Saftausbeute wahrscheinlich 10 % betragen. Mit dem Mahlen des Obstes wird das Zellgewebe zerstört, sodass von hier aus schon ein freier Saftablauf erfolgt.
Durch die Pressung wird nur in der Form nachgeholfen, dass der auf den Fruchtstückchen freiliegende Saft ausgetrieben wird. Es kommt also darauf an, wie klein gerieben, gehackt, zerrissen oder gestampft, die abzupressende Maische ist. Es darf aber kein Mus sein. Mus oder auch überreifes Obst (weiche Birnen) würde einen zähen Klumpen bilden, der nicht abpressbar ist. Die Maische muss immer noch so grob sein, damit über die inneren Drainagewege der Saft abtransportiert werden kann.

Zur Saftbereitung werden benötigt:
1. Obstmühle
2. Obstpresse
3. 2 Kochtöpfe zur Safterhitzung
4. Flaschen mit Drehverschluss, z.B.Selterflaschen oder andere Einwegflaschen.

Wenn Sie da auf die Schnelle nicht rankommen, kaufen Sie von Ihrem Getränkehändler kistenweise Leergut zurück. Am besten Selterflaschen, weil die sich leichter reinigen lassen. Haben Sie bloß keine Hemmungen, ich fing auch mal so an.

Falls die Gewindekappen abgenutzt sind, müssen neue verwendet werden. Wir bieten passende Kappen aus Kunststoff für die Heissabfüllung an. Beutel mit 100 Stück kosten 15,60 DM für Selbstabholer.

Die Gerätevarianten und Verfahren zu 1. bis 3. haben wir auf unserer Homepage dargestellt. Sie finden dort für Ihr Anliegen alle Auskünfte. Insbesondere die Seiten:


Wenn Sie die o.a. Seiten inhaltlich nachvollzogen haben, sind Sie in der Lage, qualitativ hochwertigen Saft zu produzieren.


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Schriftwechsel zum fehlenden Versandhandel

Kundenanfrage zum Musermax
Sehr geehrte Damen und Herren,
mich interessiert die Obstmuehle "Musermax", Abholpreis: 355,00 Euro.
Habe gueltige UID, liefern Sie ohne Ust. nach Österreich und was wuerde der Versand kosten? Lieferdauer? Zahlung im Voraus.

1. Antwort von Wilfried Marquardt am 29.08.2003
Hallo Herr ............
wir versenden nicht. Bitte lesen Sie die Seite "Kaufhinweis" auf www.mostpresse.de .
Ansonsten versendet den Musermax bei Ihnen auch www.knopf.at .

Erwiderung des Kunden
Hallo Herr Marquardt, vielen dank fuer Ihre Antwort.
Es ist fuer mich zwar nicht nachvollziehbar, warum ein Unternehmen einen Internetauftritt hat und dann keine Produkte die er anbietet, versendet.

Fuer regionale Werbung wuerde sich anders besser und effektiver investieren lassen.

Ich kenne die Fa. Knopf, der Preis ist jedoch um EUR 100,- hoeher als bei Ihnen, daher habe ich mich auch an Sie gewandt und nicht an die Fa. Knopf.

Schade, aber wenn Sie ueber das Internet nicht verkaufen wollen und somit keinen Umsatz machen wollen, das ist Ihre Philosophie.
Wird sich aber auch noch aendern.

2. Antwort von Wilfried Marquardt am 30.08.2003
Hallo Herr...., danke für Ihr Beileid.
Ich denke, dass Sie sich unsere persönlichen Hinweise auf www.mostpresse.de nicht verinnerlicht haben. Das beginnt mit der "Startseite", "Impressum", "Über uns" und endet vorerst mit "Kaufhinweis". Danach geht’s weiter zur www.hobbymosterei.de . Dort finden Sie am Ende der Seite "Über uns" 2 PDF-Dateien mit Zeitungsberichten über unseren Hobbybetrieb, der über Kellereibedarf finanziert wird.

Würde ich Ihrem Gedanken folgen, müsste ich meinen guten Beruf aufgeben und für 4 Monate Saisonbetrieb im Jahr wie ein Blöder rackern, um das Geld fürs ganze Jahr rein zu kriegen. Für die Lagerhaltung des Versandhandels muss dann noch die Mosterei aufgegeben werden.

Etwa 20 % der versendeten Geräte und Maschinen kommen nach ausgiebigem Testen von Kunden zurück. Dafür zahle ich dann zweimal die Versandkosten und habe gebrauchte Geräte, die wir nur noch um 30 % unter Neupreis verkaufen können. Um das alles abpuffern zu können, nähern wir uns den Preisen von Firma Knopf.

Das alles ist keine Philosophie, sondern erlebte Praxis in den Anfängen unseres Internetauftrittes vor drei Jahren. Ein riesiges Affentheater mit den Internetkunden!

Jetzt läuft alles ohne Probleme und harmonisch. Mit unserem Standort bei Hamburg decken wir den gesamten Norden im Umkreis von 300 Kilometern unserer Republik ab. Die Kunden verbinden den Einkauf bei uns häufig mit Besuchen von Freunden oder Verwandten in Hamburg, oder lassen sich von denen die Geräte bei uns kaufen und mitbringen. Selbst Schweden und Niederländer machten sich zu uns auf den Weg.

Vielleicht verbinden Sie auch mal Ihren Einkauf bei uns mit einem Urlaub an der Ost- oder Nordsee? Der weiteste Weg lohnt sich.
Melden Sie sich aber bitte vorher an, da wir öfter außer Haus sind. Siehe auch die beiliegende PDF-Datei "Öffnungszeiten" ;-)).


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TresterverwertungTrestertonnen120Ltr

Frage
Ebenso wie Sie möchte ich den Trester sinnvoll weiterverarbeiten, so dass er als Tierfuttermittel eingesetzt werden kann. Was ist Ihre Erfahrung bzgl. minimaler und maximaler Lagerungsdauer unter luftdichten Bedingungen?

Antwort von Wilfried Marquardt am 02.01.2005
Die Tresterlagerung haben wir in der letzten Saison erstmals geübt, weil der Förster kein Interesse mehr am Trester hatte. Die Entsorgung haben wir noch nicht gelöst und suchen jetzt Abnehmer.

Den Trester in Tonnen vergären, wie Wein mit Gäraufsatz oder lose aufgelegtem Deckel. Fest verschlossen kann der Behälter platzen. Die Gärzeit ist wie bei der Weinbereitung von der Umgebungstemperatur abhängig. Wenn das Zeug durchgegoren ist, ist es breiig und in der Farbe beige. Danach sollte er fest verschlossen gelagert werden. Bei Sauerstoffzutritt schimmelt die Oberfläche und kann als Tierfutter nicht mehr verwendet werden.


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Start mit Anspruch

Frage
Haben Sie vielleicht ausführliche neue Lektüre, ergänzend zu Ihrer Internetseite über die bestmögliche Apfelsaftherstellung im privaten Bereich für trotzdem immerhin 2000 Liter pro Jahr für meine relativ große Familie und deren Verwandtschaft. Was sollte man sich anschaffen und wie pasteurisiert man richtig. Wir wollen naturtrüben und klaren Saft herstellen, je nach Belieben.
Können Sie uns eine Empfehlung geben der dafür notwendigen Geräte (Mühle, Hydropresse, usw)
Die verschiedenen zu pressenden Apfelsorten reifen zu unterschiedlichsten Zeiten, von September bis November.

Antwort von Wilfried Marquardt am 30.12.2006
Mit meinen Ausführungen im Bericht "Umstellung auf Hydropressen", zu finden am Ende der Seite "Pressentest", sollten Sie in der Lage sein, sich grundsätzlich entscheiden zu können. Wenn Sie sich alle meine Berichte verinnerlichen, erkennen Sie auch unterschiedliche Problemstellungen, die Typ bedingt zu lösen sind.

Was verstehen Sie unter "bestmöglicher Apfelsaftherstellung? Meinen Sie damit beste Saftqualität oder schnelle Saftproduktion?
Oder schwanken Sie zwischen rein manueller und halbautomatischer Obstverarbeitung?

Sie müssen Position beziehen.
Welche Voraussetzungen bringen Sie und Ihre Großfamilie mit und was sind sie alle bereit, einzusetzen? (Grundstück, Raumangebot, finanzielle Mittel, körperliche Kraft, Zeit, Ausdauer, handwerkliches Geschick, Organisation und Weiterentwicklung, und so weiter)

Weiterführende Berichte habe ich nicht verfasst. Mir sind auch keine Berichte anderer Autoren bekannt, die sich mit den Varianten der Saftherstellung im Privat- oder Vereinsbereich auseinander setzen. Bedauerlich ist auch, dass sich die Hersteller von Obstverarbeitungsmaschinen diesem Thema nicht widmen und den Käufer bzw. Kunden regelrecht im Regen stehen lassen.

In den letzten beiden Jahren habe ich unsere Hydropressen gegen eine hydraulische Korbpresse mit 150 Liter Korbinhalt getauscht. Der österreichische Hersteller beklagte in einem Telefonat mit mir, dass die Presse wenig gekauft wird und er den Typ nicht mehr herstellen wollte.

Nachdem ich die Presse hier hatte, wusste ich auch, warum sie wenig gefragt ist. Der Hersteller hatte die Presse nach theoretischen Annahmen gefertigt, die sich in der Praxis als zeitaufwändig, Kräfte zehrend und im Produktionsbetrieb unwirtschaftlich zeigten.
Mit geringen Veränderungen und Ergänzungen habe ich daraus eine einfach zu bedienende, schnelle und wirtschaftlich arbeitende hydraulische Korbpresse gemacht. Hierüber werde ich demnächst einen Bericht fertigen und veröffentlichen. Vielleicht wäre solche Presse auch was für Sie.

Bei Ihren 2000 Liter in der Saison kommen Sie auch mit 2 Hydropressen von jeweils 90 Liter aus. Reicht das nicht oder wollen Sie die Presszeit verkürzen, stellen Sie eine dritte dazu.

Als Mühle ist der Musermax genau richtig.

Das Thema Safterhitzung ist zu komplex, um Ihnen Vorschläge zu unterbreiten.

In welche Behälterart soll abgefüllt werden? Flasche, Bag in Box, Saftfass oder Druckfass?

Welche Energieart wollen Sie einsetzen? Vorhandene Warmwasserheizung, Propangas oder Strom?

Was sind Sie bereit, hierfür zu investieren?

Wenn bei Ihnen noch nichts vorhanden ist und Sie wenig investieren wollen, setzen Sie 3 Kochstar ein und füllen mit dem Enolmatic ab. Das ist ein Kompromiss zwischen Anschaffungspreis, Komfort und Saftqualität.

Zur Herstellung von klaren Saft setzen Sie einen Schichtenfilter ein. Bis 100 Liter im Stück z.B. den Rundfilter 22. Der genügt für den Anfang und strapaziert Ihren Geldbeutel nicht übermäßig.
Irgendwann werden Sie erkennen, dass klarer Saft minderwertig und teuer ist und das dann sein lassen.


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Rechtliche Ausrichtung einer Hobbymosterei

Frage
Ich habe mal wieder eine Frage an Sie. Ich würde gerne meinen überschüssigen Apfelsaft verkaufen und evtl. als Hobby eine kleine Mosterei betreiben.
Können Sie mir Hilfestellung geben, was ich rechtlich beachten muss ohne mit der Gewerbeaufsicht bzw. dem Finanzamt ins kurze Grass zu kommen?

Ich habe gelesen dass Sie die Mosterei aufgeben wollen, das finde ich sehr bedauerlich. Ich wünsche Ihnen alles Gute und bedanke mich für Ihre Hilfe.

Antwort von Wilfried Marquardt am 14.08.2007
So lange Sie für den Eigenbedarf produzieren, sind Sie frei von staatlichen Regularien. Sobald Sie verkaufen, unterliegen Sie allen möglichen Anforderungen, wie ein gewerblicher Betrieb. Egal, ob Sie sich als Hobbybetrieb sehen und keinen Gewinn erwirtschaften.

Vorweg sollten Sie sich darüber klar sein, dass Sie mit der Hobbymosterei niemals Gewinne erzielen können. Wir haben das Fass ohne Boden nach 15 Jahren Aufbauarbeit stopfen können, in dem wir die Sparte Kellereibedarf aufgenommen haben. Mit den relativen Gewinnen aus dem Zubehörverkauf konnten wir dann die Mosterei weiterentwickeln, ohne von Privat zuzuzahlen. Die Ausgaben der ersten 15 Jahre konnten jedoch bis heute nicht aufgeholt werden. Unsere Hobbymosterei ist heute mit rund 38.000 Euro an Privat verschuldet. So weit zu Ihrer Perspektive einer eigenen Hobbymosterei. Das Ganze hatte aber auch seine besonderen Reize.

Um beim Einstieg rechtssicher auftreten zu können, ist die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung zu beachten. Ebenso sollten Sie die Anforderungen an die persönliche und die Betriebshygiene kennen und erfüllen. In absehbarer Zeit müssen Sie mit dem Besuch der Gewerbeaufsicht bzw. des Gesundheitsamtes rechnen.

Sie sollten alles positiv angehen und den Amtsschimmel auf sich zukommen lassen. Wenn Sie sich den Damen und Herren vom Amt freundlich und wissbegierig zeigen, erhalten Sie viele wertvolle Hinweise für Ihre künftige Entwicklung im Umfeld Ihres Ortes.

Alles was Sie erfahren wollen, können Sie über Google im Internet finden. Ansonsten empfehle ich Ihnen, sich einem überregionalen Verein, wie der Bundesarbeitsgemeinschaft Streuobst des NABU anzuschließen www.streuobst.de . Ebenso hilft eine monatliche Fachzeitschrift weiter. Wir hatten "Flüssiges Obst" abonniert www.fluessiges-obst.de . Darin werden auch die rechtlichen Veränderungen über Fruchtsaft bekannt gegeben und kommentiert. Ansonsten ist die Fachzeitschrift für Hobbymoster wenig spannend, weil sie auf die großen Produzenten und Hersteller ausgerichtet ist.

Mit dem Finanzamt haben Sie erst Berührung, wenn Sie Gewinne erwirtschaften. Wir haben bis heute noch keine Gewinne einfahren können. Entsprechenden Hinweis finden Sie in unserem Impressum. Da ist von uns auch keine Steuernummer angegeben, weil wir keine zugeteilt bekommen haben.

Wenn Sie einige Jahre Ihre Produkte gut verkaufen, versuchen Sie dann doch mal, Ihre Mosterei als Gewerbebetrieb anzumelden. Die Anmeldung wird sicherlich klappen. Nur das Finanzamt will nichts von Ihnen wissen, weil Sie negative Einnahmen geltend machen wollen und diese obendrein noch bei Ihrer Einkommensteuererklärung als Arbeitnehmer berücksichtigt haben wollen.

Konnten Sie mir folgen?

Beachten Sie dabei, dass Sie keinen müden Euro für privat aus der Mosterei entnehmen. Dann schnappt die Falle zu. Sie sollten also gleich mit einer einfachen Fortschreibebuchführung starten und alle Ausgaben belegen und sammeln. Alles was Sie mit der Mosterei treiben, müssen Sie dem Finanzamt auf Anforderung glaubhaft nachweisen.

Mehrwertsteuerabgabepflichtig werden Sie erst, wenn Sie Jahresumsätze von mehreren tausend Euro haben. Das dauert aber wohl noch etwas bei Ihnen. Bei Rechnungsausstellungen achten Sie nur darauf, keine Mehrwertsteuer auszuweisen, auch auf drängen von Firmen nicht. Ausgewiesene MWST muss abgeführt werden!

Nehmen Sie den Faden irgendwo auf. Es wird sich dann eins ins andere fügen.


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Wissensdurst Mosterei

Frage
Ich habe Sie kurz am Wochenende in Tellow kennengelernt.
Bisher wußte ich nicht, dass es auch bei uns im Norden Mosterei-Spezialisten gibt. Das ist schön. Schade ist, dass Sie mit Ihrem Betrieb bald aufhören, falls ich Sie, liebe Frau Marquardt, recht verstanden habe.

Da ich die von mir betreuten ca. 100 Apfelbäume, meist Junganpflanzungen alter Sorten (Hochstämme auf Streuobstwiesen), in Zukunft gern verwerten möchte, wäre Ihr Know-how für mich "Gold wert". Darf ich Sie einmal besuchen kommen?

Antwort von Wilfried Marquardt am 04.09.2007
eine Besichtigung unserer Mosterei ist möglich. Aus Zeitnot unsererseits jedoch erst nach der Saison im November 2007. In Ihrem Fall kalkuliere ich drei Stunden bei uns ein.

Wenn Sie noch keine rechte Vorstellung von den verschiedenen Techniken und zur Produktqualität haben, verinnerlichen Sie sich bitte die Inhalte auf unserer Internetseite www.hobbymosterei.de . Auf der Homepage speziell die Seite "Pressentest" mit den unten hinterlegten Dateien. Der Bericht "Umstellung auf Hydropressen" wird Sie auf die Thematik richtig einstimmen, wonach Sie schon mal Ihre Grundausrichtung bestimmen können.

Vorab sollten Sie sich darüber klar sein, dass mit einer Hobbymosterei niemals Gewinne erzielt werden können.

Wenn Ihre 100 Bäume in den Ertrag kommen und Anfangs im Mittel nur 20 KG pro Baum tragen, stehen Sie bereits vor einer Verarbeitungsmenge von 2 Tonnen Obst mit etwa 1.400 Liter Saft. Vier Jahre später können Sie mit der doppelten Menge rechnen. In diesem Sinne sollten Sie Ihre Planung für Raum, Maschinen und Vermarktung ausrichten.

Wenn die Bäume ausgewachsen sind, können Sie jährlich von 10 Tonnen Obst ausgehen. Das war in ungefähr unsere jährliche Verarbeitungsmenge bei 6 Wochen Verarbeitungssaison.

Wenn es Sie reizt, kommen Sie als Kunde zur Obstanlieferung mit 50 oder 100 Kg vorbei. Die Abläufe und Anforderungen entnehmen Sie bitte den Seiten "Obstannahme" und "Obstqualität" auf www.hobbymosterei.de . Bei dieser Gelegenheit haben Sie schon mal Einblick in einen wesentlichen Teilabschnitt unseres Zwergenbetriebes mit modernster Technik.


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Businessplan für eine Mosterei

Stellungnahme von Wilfried Marquardt am 02.04.2008 mit wechselnden Fragen und Antworten

Sehr geehrter Herr Xxxxxx, meine Antworten finden Sie gleich im Anschluss Ihrer Fragen. Ich wünsche Ihnen, dass die anderen von Ihnen angeschriebenen Betriebe auch antworten.

Mit den von Ihnen gestellten Fragen knabbern Sie lediglich das Spektrum eines Fruchtsaftbetriebes an verschiedenen Stellen an. Mit dem Ergebnis werden Sie wenig anfangen können. Ich schlage Ihnen vor, sich auf eine bestimmte Betriebsgröße zu konzentrieren und diesen Betrieb in seiner speziellen Eigenart wirtschaftlich darstellen. Dafür ist es auch erforderlich, dass sich Ihr Team die Betriebe ansieht. Sie werden dann feststellen, dass selbst bei gleich großen Betrieben unterschiedliche Techniken und Verfahren eingesetzt werden, die sich dadurch auch in der Gewinnzone unterscheiden. Teilen Sie Ihr Team und suchen Sie Betriebe immer zu Zweit auf. Wenn Sie mit 3 oder gar 6 Personen aufkreuzen, verliert der Betriebsleiter oder Inhaber die Übersicht/Konzentration und hält mit Details zurück.

Auch sollten Sie sich vorab überlegen, welchen Interessentenkreis Sie mit Ihrer Semesterarbeit ansprechen wollen und darauf ausgerichtet die Erhebungen vornehmen.

Zur Einstimmung und Vorbereitung noch ein Literaturhinweis: Moderne Apfelsaft-Technologie von Thomas Birus aus dem Fachverlag Flüssiges Obst. Hilfreich wäre auch die Kontaktaufnahme mit dem Buchautor oder dem Verlag www.fuessiges-obst.de .

Wenn Sie nur Daten und Fakten sammeln wollen, kann Sie der Verlag Flüssiges Obst bestens versorgen. Vor 12 Jahren besuchte ich dort 2 Lehrgänge, die auch Ihr Thema zum Inhalt hatten.
Machen Sie was draus.

  • Meine sehr geehrten Damen und Herren,
    hiermit würde ich Sie bitten, mir einige grundlegende Informationen zu einem Mostereibetrieb zu geben ! 
    Zu meiner Person:
    Ich bin Student an der Fachhochschule Xxxxxx. Für meine Semesterarbeit sollen wir (6er Team) einen Businessplan für einen Mostereibetrieb erstellen... konkret: Will ein wahlloses Mosterei (Obst) -Unternehmen seine Produktion erweitern und neue Absatzmärkte erschließen.

Wählen Sie gezielt eine Betriebsgröße, die real in Ihrem Gebiet tätig ist.

  • Das heißt:
    Wir benötigen viele verschiedene Informationen von Ihnen.

Besichtigen Sie Betriebe zu Zweit und hinterfragen Ihre Anliegen.

  • Was kosten die Maschinen zum Ernten... für Großproduktion?

Eine Mosterei erntet nicht selbst. Sie kauft Obst an.

  • Was kosten die Maschinen zum Entsaften?

Zwischen 100.000,00 bis 2.000.000,00 Euro. Je nach Mengenaufkommen und technischem Komfort.

  • Ist es günstiger von einheimischen Landwirten Obst zu beziehen oder im Ausland (Bsp.: Polen, Frankreich??) Obst für die Produktion von Säften zu beziehen?

Die Beschaffungswahl ist abhängig von der Region. In meinem Umfeld existieren keine Obstbauern mit Mostobst. Das Geschäft läuft nur über Privat aus Hausgärten.
Obst aus dem Ausland ist unwirtschaftlich. Aus dem Ausland kann wirtschaftlich das Konzentrat bezogen werden.

  • Wie hoch sind die Fixkosten?
    Wie verdünnt man am besten die Fixkosten?

Kann vom Hobbybetrieb nicht beantwortet werden.

  • Wie hoch ist die Abschreibung und wie lange für Maschinen?
    Wie wirkt sich dies auf die Kosten aus?

Kann vom Hobbybetrieb nicht beantwortet werden.

  • Was kostet die Herstellung?

Ist abhängig von der Produktionsanlage

  • Wie hoch ist der An und Verkauf von Obst? an Privat und Firmen

Ankauf zwischen 8 Cent für Plantagenobst bis 20 Cent für vorsortiertes Streuobst. Obst wird nicht weiterverkauft, sondern zu Saft verarbeitet.
Wir zahlen 20 Cent/Kg Äpfel. Das Obst wird bei uns von Privatleuten angeliefert.

  • Wie hoch ist der Gewinn bei Weitergabe an Großhandel?(dritte)

Kann vom Hobbybetrieb nicht beantwortet werden.

  • Wie funktioniert der Vertrieb?

Direktverkauf und Einzelhandel

  • Wie lange ist es haltbar?

Je nach Qualität zwischen einem, bis zur maximalen gesetzlichen Vorgabe von zwei Jahren.

  • Wie lange kann man Obst lagern bevor es schlecht wird?

Wegen Vorschäden bei der Anlieferung muss das Obst noch am selben Tag verarbeitet werden. Infolge Fäulnis und Schimmelpilzbefall entsteht Qualitätsverlust. Alles abhängig von der Lagerart (Kisten, Großboxen oder Haufenlagerung) und der Lagertemperatur.

  • Was für Finanzbedarf wird benötigt?

Kommt auf die Größenordnung an. Einsteiger als Familienbetrieb 100.000,- Euro für Maschinen und Geräte, wenn Grundstück und Gebäude vorhanden sind. Großbetrieb 2.000.000,- Euro.

  • Wieviel Kunden bzw. wieviel  Absatz  (Paletten/Liter) braucht man mindestens um zu existieren?

Familienbetrieb 100.000 Liter Saft in der Saison als Zubrot eines laufenden Getränkehandels. Als alleiniges Standbein sind eine Million Liter Jahresproduktion erforderlich, aus der ein gefächertes Angebot entwickelt wird.

  • Wie hoch sind Gründungskosten, Kosten im ersten Monat?

Wenn kein Eigenkapital von 100.000,- Euro vorhanden ist, überlebt der Betreiber noch nicht einmal das erste Jahr.
Mobile Mostereien können bereits mit 60.000,- Euro starten.

  • Für wieviel wird Saft verkauft?

Wir verkaufen den Liter Apfelsaft für 1,65 Euro + Pfand für die Flasche.

  • Was kostet die Herstellung?

36 Cent pro Liter ohne Lohn- und Abschreibungskosten von Maschinen, Gebäuden etc.

  • Wie können Reste am besten in Kapital verwandelt werden--Bsp. Biogasanlagen?

Funktioniert nur, wenn Abnehmer vorhanden sind. Wir müssen für die Entsorgung bezahlen, weil im Umfeld kein Interesse vorhanden ist. Ansonsten bestes Futtermittel oder als Felddünger. Großbetriebe geben den Trester zur Pektingewinnung ab.

  • Und so weiter was wichtig ist und mir gerade nicht einfällt.!!!!

Dazu meine Ausführungen am Anfang dieser Mail.

  • Ich würde mich freuen wenn sie mir einige Informationen geben könnten die mir bei meiner Semesterarbeit helfen könnten.

Anhängend 2 Infos zur Obstannahme.


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Verfasser unbekannt

Frage
Ich bin freischaffende Objektkünstlerin. Zur Zeit arbeite ich an Holz–Textil–Objekten für eine Ausstellung Anfang Mai.
Zu diesen Objekten möchte ich für die jeweilige Holz/Baumart ein entsprechendes Gedicht dem Titel hinzufügen.
Mein Anliegen an Sie: Für mein Objekt aus einem Apfelbaumstamm  habe ich ein entsprechendes Gedicht auf Ihrer Homepage gefunden.
Und zwar: Lob dem Apfel (Verfasser unbekannt).

Mein Anliegen an Sie:
Ich möchte Sie bitten, mir zu erlauben, dieses Gedicht im Zusammenhang mit  meinem Kunstobjekt ( natürlich mit genauem Herkunftshinweis, z.B. Ihre Homepage) unter den Titel des Kunstobjektes zu setzen und in öffentlichen Ausstellungen zu benutzen.
Deswegen richte ich die Bitte an Sie, mir eine schriftliche Genehmigung zuzusenden, aus der hervorgeht, dass Sie mir dieses Vorgehen erlauben.

Antwort von Wilfried Marquardt am 19.04.2008
Das Gedicht habe ich vor etwa 10 Jahren von einem Obstbauern unseres Wochenmarktes erhalten. Der hatte das Gedicht irgendwo abgeschrieben und konnte den Verfasser nicht nennen. Auch mit meinen verschiedenen Internetrecherchen konnte ich den Verfasser nicht ausfindig machen. Wenn Sie bei Google „Lob dem Apfel“ in die Suchmaske (mit den Anführungszeichen) eingeben, können Sie sich selbst davon überzeugen.

Wenn Sie das Gedicht öffentlich verwenden wollen, verweisen Sie bitte nicht auf unsere Homepage. Es genügt, wenn Sie „Verfasser unbekannt“ dazusetzen.


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Mosterei für einen Bauernhof

Frage
Wir haben einen kleinen Bauernhof südlich in Norwegen, bei Kristiansand. Wir haben dieses Jahr viele Äpfel und wollten gern unseren eigenen Most machen. Bei unserer Suche für Mostereigeräte haben wir Ihre Seite gefunden. Wir suchen eine komplette Mosterei mit Presse und Mühle. Könnten Sie uns vielleicht ein Angebot unterbreiten mit Preisen und Versandkosten? Wir könnten natürlich auch nach Reinbek fahren. Ist es weit von Hamburg?

Antwort von Wilfried Marquardt am 04.10.2008
Ihre Beschreibung genügt nicht, um Ihnen bestimmte Verarbeitungsgeräte anzubieten. Wie viele Äpfel wollen Sie in der Saison verarbeiten? 500 Kg, 1.000 Kg oder vielleicht 5.000 Kg?

Von der Gewichtsmenge hängt die Art und Größe der Geräte und Maschinen ab. Hiervon unabhängig geben wir unseren Betriebszweig für Kellereibedarf nach und nach aus Altersgründen auf. Neuanschaffungen für den Verkauf von Maschinen und sperrigen Behältnissen nehmen wir nicht mehr vor. Den Mostereibetrieb wollen wir noch einige Jahre fortsetzen, jedoch mit erheblich reduzierter Leistung.

Ich schlage Ihnen vor, dass Sie sich unsere Berichte (PDF-Dateien) auf der Seite Pressentest ganz unten, auf unserer Homepage durchlesen oder besser - übersetzen lassen. Ich habe dort diverse Pressen und das drum herum anschaulich dargestellt. Danach können Sie Ihre Grundauswahl treffen und gezielt die für Sie zutreffenden Geräte/Maschinen anschaffen.

Reinbek ist von Hamburg 20 km in östlicher Richtung entfernt. Wenn Sie wollen, können Sie sich unseren Mostereibetrieb gerne ansehen. Dann wissen Sie wenigstens, was alles dazu gehört und können abwägen, in welchem Umfang Sie noch Anschaffungen vornehmen müssen oder was Sie vielleicht aus dem Bestand oder von Bekannten einbringen können.


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Urheberrecht

Angebot
Sie haben auf Ihrer Website ein paar schöne Gedichte, da würde auch die Apfelkantate gut hineinpassen. 

     Die Apfelkantate - Das Apfeljahr von Matthias Claudius

Antwort von Wilfried Marquardt am 09.03.2009
Danke für die wunderbare Apfelkantate.

Das vollständige Gedicht stammt von Hermann Claudius und hat 5 Verse. Hermann Claudius ist der Urenkel von Matthias Claudius. Hermann starb am 8.9.1980 im Alter von 101 Jahren in unserem Kreis Stormarn.

Das allgemeine Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach Ableben des Urhebers. Damit wäre das Gedicht erst 2050 frei von Rechten.
Das ist der Grund, weshalb ich das Gedicht nicht schon längst auf unserer Homepage verwendet habe. Vermutlich verfügt irgendein Verlag über das Urheberrecht von H.C.  Wenn mir der Rechteinhaber bekannt wäre, würde ich diesen um Erlaubnis des Gedichtes zur Verwendung auf unserer Homepage bitten. Im Regelfall wird die Einzelerlaubnis auch von Verlagen erteilt, wenn der Rechteinhaber neben dem Urheber mit erwähnt wird.
Andernfalls könnte ich mich im Falle einer Klage nicht damit herausreden, dass das Gedicht bereits tausendfach im Internet in verschiedenen Fassungen kursiert.

Auf jeden Fall möchte ich mich nicht der Urheberrechtsverletzung aussetzen, die sehr kostenträchtig enden kann. Und das alles wegen eines Gedichtes, das der Muse und nicht dem Kommerz gewidmet ist.
Nochmals Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Anbei das vollständige Gedicht mit 5 Versen zum persönlichen Vergleich.


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Mosterei für einen Obst-Erlebnis-Garten

Frage
Wir sind ein Obstbaubetrieb und werden nächstes Jahr einen Obst-Erlebnis-Garten eröffnen. Hier möchten wir unter anderem unseren Gästen einen Direktsaft anbieten, bei dem selbst gepflücktes Obst direkt verarbeitet wird und den Gästen im Anschluss Ihr eigener Saft mitgegeben wird.

Dabei handelt es sich um Kern und Beerenobst. Könnten Sie mir einen Tipp geben, mit welcher Technik wir uns ausstatten sollten? Jahresvolumen ca. 20 to Obst.

Antwort von Wilfried Marquardt am 02.04.2009
Als Gewerbebetrieb werden Sie den Schwerpunkt bei der Obstverarbeitung mehr zur Technik verlagern wollen, als beim Personaleinsatz. Um 20 to Obst in relativ kleinen Portionen mit maximal 2 Personen zügig verarbeiten zu können, bietet sich die Ausstattung einer mobilen Mosterei an, wie sie z.B.von http://www.saftmobil.net verwendet wird. Dort ist modernste Technik mit einer kleinen Bandpresse im Einsatz. Weil Ihre Mosterei sicherlich stationär zum Einsatz kommt, können Sie auf den Anhänger natürlich verzichten.

Ich schlage Ihnen vor, mit verschiedenen Herstellern Kontakt aufzunehmen und sich eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Anlage anbieten zu lassen.

Kontaktadressen:
http://www.heumesser-maschinenbau.de
http://www.amos.de
http://www.voran.at

Oder Sie lassen sich Ihre Anlage von Rainer Möbus ausplanen:
http://www.fruit-juice-circle.de/ .

Die Verarbeitung von Beerenobst ist ein wenig aufwändiger, als das Kernobst. Um die Aroma- und Farbstoffe der Beeren mit in den Saft zu bekommen, müssen die Früchte ausgelaugt werden. Dies erfolgt wahlweise über Hitze mit dem Dampfentsafter oder biologisch mit Enzympräparaten. Beide Methoden sind zeitaufwändig und bei "wartenden Kunden" nicht praktikabel. Diesen Zweig Ihres Serviceangebotes sollten Sie sich ergänzend von den Herstellern anbieten lassen. Wenn Sie hierüber die Kosten genannt bekommen, werden Sie wohl über die Wirtschaftlichkeit ins grübeln kommen. Vorab können Sie sich auch bei einer Mosterei sachkundig machen, die bereits seit Jahren Beerenobst verarbeitet: http://www.luetauer-mosterei.de/ .

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung Ihres Vorhabens.


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Ausstattung einer Nebenerwerbsmosterei

Frage
Mein Mann und ich spielen mit dem Gedanken, eine Mosterei bei uns in Schweden zu starten.
Ich komme ursprünglich aus dem Kreis Pinneberg und habe ihre Internetseite gefunden.

Können sie uns einen Lieferanten empfehlen oder haben sie selbst noch etwas im Lager?
Wir haben ein Gartencenter mit Schwerpunkt Obst und möchten fuer die schwächere Herbstsaison einen Ausgleich fuer das Geschäft finden.

Antwort von Wilfried Marquardt am 18.09.2009
Lieferanten für Kellereibedarf kann ich Ihnen mehrfach nennen. Im Internet werden Sie aber auch ohne mich massenhaft fündig. Ich denke aber, dass Sie schrittweise vorgehen sollten und die Lieferantenwahl erst an dritter Stelle steht. Bei Ihrer angedachten Vorgehensweise sind Fehlinvestitionen vorprogrammiert.

Erstens
Vor Ihren Kaufabsichten sollten Sie sich vorab überlegen:

  • welche Menge Obst in Kg soll in welcher Zeit mit wie vielen Personen verarbeitet werden?
  • in welche Art Verpackung soll abgefüllt werden?
  • welchen Betrag sind Sie bereit, zu investieren?

Zweitens
Nach Beantwortung der vorgenannten Fragen ist die Auswahl der Maschinen und Geräte zu treffen.
Hierzu noch ein Hinweis aus eigenen Feststellungen: Die Leistungsangaben der Hersteller/Lieferanten von Maschinen sind kritisch zu würdigen, weil sie Idealbedingungen voraussetzen oder isoliert bewertet sind. In der Praxis werden die Angaben selten erreicht.

Drittens
Danach erfolgt die Suche nach preisgünstigen Anbietern bzw. Lieferanten.

Wir selbst führen jetzt noch Zubehör für Hobbymoster, jedoch keine Pressanlagen oder andere sperrige Geräte mehr.

Hinweise zu den Arbeitstechniken finden Sie im Bereich "F & A" auf www.hobbymosterei.de .

Hilfsweise können Sie Kontakt mit Herrn H., einem deutschen Landsmann in Schweden aufnehmen, der sich ebenfalls eine schlichte Mosterei im Nebenerwerb aufbaut. Gehen Sie bitte auf http://www.mustkungen.se/ und Sie haben einen ersten Eindruck. Nach meinen Kontakten mit Herrn H., ist er Mitbewerbern im Lande aufgeschlossen, hilft Einsteigern wie Ihnen und ist an längerfristigem Erfahrungsaustausch interessiert. Grüßen Sie bitte Herrn H. von mir.


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Mosterei als Architekturentwurf

Frage:
Ich bin Architekturstudent und arbeite gerade an meinem Diplom. Mein Thema ist ein Bauernhof , den ich in eine Mosterei umnutzen möchte. Gerade durch Ihre Webseite habe ich mir schon einiges "Wissen" darüber angelesen, würde mich aber freuen, wenn ich Sie mal auf Ihrem Hof besuchen könnte.

Ich hätte da noch 2-3 Fragen und möchte mir vor allem gerne Ihren Hof anschauen, um zu sehen, was vernünftige Platz- und Arbeitsverhältnisse sein könnten und wie die Atmosphäre ist. Wenn ich in nächster Zeit mal bei Ihnen vorbeischauen könnte, wäre das wunderbar?

Antwort von Wilfried Marquardt am 24.11.2009:
Kommen Sie gerne vorbei und sehen Sie sich unseren kleinen Betrieb auf einem Einfamilienhaus-Grundstück an. Unser Hofplatz, auf dem wir die Obstannahme abwickeln, hat mal eben eine Fläche von 7 x 11 Meter. Davon ist die Hälfte überdacht und dreiseitig gegen Witterung geschlossen.

Ich denke aber, dass Sie mehr an den Räumen mit der Obstverarbeitung und Abfülltechnik interessiert sind. Diese befinden sich in Kellergeschossebene, verteilt in einem Nebengebäude und im Wohnhaus.
Für Ihre Überlegungen ein gutes Beispiel, dass derartig lange Wege auszuschließen sind. Auf jeden Fall ist unser Betrieb in Größe, Raumanordnung und technischer Ausstattung nicht als Beispiel für einen Wirtschaftsbetrieb geeignet. Wenn man davon leben will, müsste alles mindestens zehnmal größer ausgelegt sein. Darauf abgestimmt, kommt auch insgesamt eine andere Technik zum Einsatz.

Nach meiner Einschätzung werden Sie wohl bei uns wenig brauchbare Hinweise für Ihre Diplomarbeit vorfinden. Die Besichtigung bei uns wäre interessant für Einsteiger als Nebenerwerbsmosterei mit einem begrenzten Budget.

Wenn Sie jetzt immer noch an einem Besuch interessiert sind, rufen Sie mich bitte zwecks Terminvereinbarung an.


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