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Inhalt dieser Seite:
- Baumwollfiltertücher nicht geeignet (22.12.2004)
- Kalziumtrübungen herausfiltern (15.04.2005)
- Filterschicht für Traubensaft (20.08.2005)
- Saftfilter für Vorklärung (17.11.2010)
- Beerensirup filtern (02.09.2011)
Baumwoll-Filtertücher nicht geeignet
Frage: Ich möchte mir eine bessere Filterungs-Einheit zulegen. Baumwoll-Tücher sind zwar billig, doch am Ende nach nur wenigen Litern Most dicht. Da wir aber lieber den Saft glasklar haben wollen, muss ich mich da nach einem geeigneten Produkt umsehen? Falls sie eine Idee haben sollten, bitte.
Antwort von Wilfried Marquardt am 22.12.2004 Wenn Sie den Saft klar haben wollen, hilft nur filtern mit Filterschichten im Plattenfiltergerät. Das ist sehr kostenträchtig. Außerdem machen Sie mit Filtern den Saft wertloser! Wenn Sie das vorhaben, sollten Sie gleich auf den blanken Industriesaft zurückgreifen.
Saft filtern war vor ca. 70 Jahren kein Kundenwunsch, sondern eine Notwendigkeit der Saftproduzenten. Es mussten die Trübteile herausgefiltert werden, in denen sich der überwiegende Anteil von Fäulnisbakterien verbarg. Das alles hat mit unsauberer Obstverarbeitung zu tun und ist bis heute so geblieben.
Auch wenn das Auge mittrinkt, hier sollte die Vernunft und der Verstand die Oberhand behalten. Weitere Infos erhalten Sie auf www.hobbymosterei.de unter "Obstannahme" und "Saftinfo".
Kalziumtrübungen herausfiltern
Frage Ich betreibe eine Hobbybrennerei und stelle ca. 20 Liter 60prozentigen Alkohol her. Beim Herabsetzen auf 40 % entsteht eine Kalktrübung. Ist Ihr Filter für die Beseitigung dieser Trübung geeignet? Besten dank für ihre kurze Stellungnahme. Mit freundlichem Gruss aus der Schweiz
Antwort von Wilfried Marquardt am 15.04. 2005 mit dem Kleinfilter können Sie auch Kalciumtrübungen aus Wein entfernen. Zum Branntwein habe ich keine Filtererfahrung, weil wir nicht brennen. Es kommt grundsätzlich auf die Schärfe der Filterschicht an. Im Bereich der Feinfiltration sollten die Schichten „S 1000“ oder „K 150“ des Herstellers Seitz-Schenk wirken. Helfen die vorgenannten Schichten nicht, muss in die Sterilfiltration gewechselt werden, z.B. S 800 oder K 100, mit denen auch noch nicht sichtbare Eiweiße entfernt werden können.
Zur Thematik können Sie sich anhand der beigelegten Klärschärfentabelle orientieren. Die dort genannten Filterschichten wurden nach der Fusion von SchenK + Seitz umbenannt.
Nachsatz Wenn bereits bekannt ist, dass es sich bei der Trübung um Kalzium handelt und das dies nach der Verdünnung erfolgte, sollte die Ursache abgestellt werden. Auf den Einsatz eines Filters kann verzichtet werden, wenn zum Herabsetzen auf 40 Prozent nicht kalziumhaltiges Trinkwasser, sondern entmineralisiertes Wasser (Reinwasser) verwendet wird.
Filterschicht für Traubensaft
Frage Wir haben ein kleines Weingut im Piemont und machen 500 Liter Weisswein. Es ist am Anfang sehr schwierig einen relativ Klaren Saft zu bekommen. Gibt es einen spezielle Filter für Saft? Einen für Wein mit Filterschichten haben wir schon.
Antwort von Wilfried Marquardt am 20.08.2005 Wenn Sie trüben Saft filtern wollen, sollten Sie gröbere Filterschichten verwenden. Welche das sein soll, erfragen Sie bitte dort, wo Sie die Filterschichten für den Wein gekauft haben. Einen Anhaltspunkt finden Sie auf www.mostpresse.de auf der Seite „Rundfilter 22“.
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Saftfilter für Vorklärung
Frage Geplant ist der Erwerb des Durchlaufpasteur PA 90 von Voran sowie wie von ihnen empfohlen, als Abfüller den Enolmatic zu verwenden. Bringt der Filter Tandem des Enolmatic Gerätes bei filtern von Apfelsaft einen entscheidenden Vorteil, sodass ich auf das absetzen des Saftes verzichten könnte (Ziel ist nur eine Trubminderung, kein absolutes Filtern der Schwebestoffe)? Könnte der Filter aber auch eine Keimanreicherung des Saftes verursachen, da er nach der Pasteurisation geschaltet wird?
Antwort von Wilfried Marquardt am 17.11.2010 Mit dem Enolmatic-Tandemfilter habe ich keine Erfahrung und kann auch sonst wenig über das Filtern von Saft sagen, weil ich bisher noch keinen Saft gefiltert habe, dafür aber diverse Sorten Obstweine in unterschiedlichen Klärstufen. Zum Filter-Thema und des "dicken Saftes" habe ich unter F&A bereits mehrfach Stellung genommen. Das Trübungsproblem sollte nicht mit teuren Zusatzgeräten gemindert werden. Hier liegt mangelnde Organisation und fehlende Qualitätskontrolle am Obst vor. Siehe auch F&A-Saftbereitung "Qualität des Fruchtsaftes (28.09.2010)". 
Abstriche bei der Qualitätskontrolle müssen Lohnmostereien machen, weil sie wenig Einfluss auf die fremd angelieferte Obstqualität haben. Wenn der Anteil von überreifem oder überlagertem Obst zu hoch ist, wird aber auch dort die Gesamtmenge abgewiesen.
Zur Vorklärung des Saftes wird in Kleinmostereien häufig eine Ablaufwanne mit einer Tuchbespannung gleich nach dem Saftablauf aus der Presse zwischengeschaltet. Die Grobfiltration über Schwerkraft lässt sich gut beobachten. Bei Sättigung wird das Tuch getauscht und einfach gereinigt. Der Feinheitsgrad des Grobfilters wird über die Gewebedichtigkeit bestimmt. Das Gewebe einer Windel wäre schon zu feinmaschig. Aber probieren Sie bitte selbst mit Stoffen aus Ihrem Bestand.
Falls Sie trotzdem ein Filtergerät einsetzen wollen, tun Sie dies vor dem Erhitzen. Andernfalls verschwenden Sie Energie und kühlen den Saft unkontrolliert ab, so dass neue Probleme mit der Haltbarkeit aufkommen können.
Beerensirup filtern
Frage Seit einigen Jahren stelle ich Sirup aus Erdbeeren, Heidelbeeren und Preisselbeeren durch vermischen mit Zucker und stampfen her (ca. 100 Flaschen im Jahr). Dieser Sirup ist dann ohne erhitzen haltbar.
Ich suche nach einer Möglichkeit, den Sirup von Grobstoffen zu befreien. Das heißt, von den kleinen Kernen der Beeren (ca. ein zehntel Millimeter groß).
Diese sammeln sich sonst im oberen Bereich der Flasche und können zu Schimmel und Verstopfungen des Flaschenhalses führen. Zur Zeit filtere ich mit Baumwolltüchern, diese Verstopfen aber sehr schnell. Könnten Sie mir einen Tipp geben, ob es dafür eine (nicht zu teurere) Filtermöglichkeit gibt?
Antwort von Wilfried Marquardt am 2.9.2011 Auch für Ihren Sirup gibt es eine Filtermöglichkeit, egal wie viskos das Produkt ist. Je nach Ihrem Geldbeutel können Sie ein Filtergerät oder nur einen Nylonfilter verwenden. Den Nylonfilter gibt es bei www.rink-gmbh.de als Ersatzfilterbeutel in den Maschenweiten 50, 100, 200 und 300 my. Der Preis mit 17,50 Euro pro Stück ist angemessen, so dass ich Ihnen für Ihre Filterung die Maschenweite 100 oder 200 my vorschlage. Hierfür müssten Sie Ihren Sirup für bessere Fließfähigkeit erwärmen und einfach mal experimentieren.
Wenn die statische Filterung nicht genügen sollte, hilft nur noch die Druckfilterung. Das heißt, den Filterbeutel zusammen mit dem Filtergerät verwenden. Die komplette Filtereinheit kann auch mit Pumpendruck oder wenn das immer noch nicht genügt, mit Druckluft betrieben werden. Auf jeden Fall sind mit dem "Fruchtsaftfiltergerät" verschiedene Gerätekombinationen bzw. -verfahren möglich.
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